Mitarbeiter brachte Waffenteile mit zur Arbeit und hortete Waffen und Chemikalien in seinem Haus

Laut Zeitungsberichten vom gestrigen Samstag wurden bei einer Sicherheitsüberprüfung bei einem Mitarbeiter der Urananreicherungsanlage in Gronau Waffenteile entdeckt. Die Betreiberfirma Urenco bestätigte gegenüber den Westfälischen Nachrichten, dass „einige nicht-autorisierte kleine Objekte auf dem Urenco-Werksgelände in Gronau“ im Spind des Mannes gefunden worden seien, daraufhin habe man die Polizei informiert.

Im Anschluss hat die Polizei die Wohnung des 52-jährigen Mitarbeiters durchsucht. Dort wurden zahlreiche Waffen und Chemikalien entdeckt. Naben Luftgewehren und -pistolen fand die Polizei dort Säbel, eine Armbrust, Waffennachbauten und eine scharfe Schusswaffe. Diese wurden von der Polizei sichergestellt.

Laut dem Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Osnabrück handelt es sich bei den gefundenen Chemikalien um Schwefel, Kaliumkarbonat und -nitrat, sowie um Aktivkohle und Magnesiumpulver. Mischt man diese Stoffe zusammen, kann daraus Schwarzpulver hergestellt werden. Die Polizei stellte mehrere Kilogramm der Chemikalien sicher.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft betonte „Es sieht ganz danach aus, dass es sich bei dem Mann um einen Waffennarr handelt“. Offiziell gibt es bisher keinen Hinweis darauf, dass der Mann terroristische Ziele verfolgt hätte oder einen „extremistischen“ Hintergrund habe. Dies wird von der Staatsanwaltschaft mit dem Hinweis „Er trägt einen urdeutschen Namen“ unterstrichen. Über die politische Gesinnung des Mannes ist bisher jedoch nichts öffentlich.

Es ist zudem nicht bekannt, ob der Fund der Waffenteile Konsequenzen für das Sicherheitskonzept der Urananreicherungsanlage hat. Auch das für die Landesatomaufsicht zuständige NRW-Ministerium für Wirtschaft und Energie äußerte sich dazu nicht.

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