Mehr als 10.000 Menschen beim ‚Waldspaziergang, große Gruppen verschaffen sich Zugang zum Hambacher Forst

Gestern beteiligten sich bis zu 10.000 Menschen an dem Waldspaziergang in Buir nahe des Hambacher Forsts. Organisiert wurden sie von der Bürgerinitiative „Buirer für Buir“. Bei den vorherigen wöchentlichen Spaziergängen beteiligten sich immer nur einige hundert Menschen.

Während die letzten Waldspaziergänge unter der Führung von dem Naturführer und Waldpädagogen Michael Zobel auch tatsächlich im Wald stattfanden, wurde das dieses Mal von der Polizei untersagt. Es durfte nicht einmal der direkte Weg zur Mahnwache genommen werden, sondern alle Beteiligten sollten möglichst weit vom Wald entfernt bleiben.

Es beteiligten sich Menschen allen Alters und Geschlechts an dem zur Demo umgewandelten Spaziergang – der mit einer super Stimmung stattfand.
Im Laufe des Tages soll es zu großangelegten Personenkontrollen in Köln und Buir gekommen sein. Schlussendlich ließ die Polizei auch keine Menschen mehr in Buir aussteigen. Damit verstieß sie offen gegen das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung und gegen das Versammlungsrecht.

Von der Mahnwache aus rief die „Aktion Unterholz“ plötzlich aus dem Augenblick heraus zu einem Durchbruch in den Wald auf. Bis zu 1.000 Menschen folgten diesem spontanen Aufruf und rannten über die Felder auf Stellen zu, die durch die überdehnten Polizeiketten nicht mehr gedeckt werden konnten. Die Polizei versuchte, die Menschen mit Gewalt vom Wald fern zu halten. Dabei wurden Tritte, Schläge, Pfefferspray, Schlagstöcke und Pferde eingesetzt. Viele Beteiligte wurden dabei verletzt und einer Person der Fuß gebrochen. Auch VertreterInnen der Presse wurden durch die Polizei angegriffen.

Im Wald konnten die DemonstrantInnen dann die Räumungen der Baumhäuser tatsächlich kurzfristig behindern. Und parallel wurden überall im Wald neue Barrikaden errichtet, um die Einsatzfahrzeuge der Polizei und die Fahrzeuge von RWE zu behindern.