Iranisches Regime lässt drei politische Gefangene töten

Im Iran wurden am vergangenen Wochenende drei politische Gefangene hingerichtet. Die Tötung der Aktivisten war zuvor versucht worden, durch internationale Proteste zu verhindern.

Der 24-jährige kurdische Gefangene Ramin Hossein Panahi wurde in den frühen Morgenstunden des 8. Septembers hingerichtet. Panahi war am 23. Juni 2017 durch einen Hinterhalt der iranischen Revolutionsgarden gefangen genommen worden. Bereits während der Festnahme wurden drei Begleiter Panahis bei einem Gefecht getötet. Panahi selbst war bei seiner Festnahme unbewaffnet.

Das Gericht warf Panahi vor, Mitglied der kurdischen revolutionären Organisation „Komala“ („Gemeinschaft“, existiert seit 1967) zu sein. Er wurde deshalb wegen „Gefährdung der nationalen Sicherheit durch ein Vergehen gegen Allah“ am 25. Januar diesen Jahres zum Tode verurteilt (Link).

Panahi sollte bereits kurz nach dem diesjährigen Ramadanfest im Juni hingerichtet werden. Seine Hinrichtung konnte jedoch aufgrund von internationalen Protesten mehrfach verhindert und verschoben werden.

Am selben Tag wie Panahi wurden auch zwei weitere politische Gefangene hingerichtet. Die Cousins Zanyar und Luqmam Moradi befanden sich bereits seit 2009 in iranischer Haft. Nun wurden sie getötet, obwohl laut Angaben ihres Anwalts der Prozess gegen sie noch nicht abgeschlossen war.

Am gestrigen Sonntag weigerten sich die iranischen Behörden zudem, die Leichname der drei politischen Gefangenen an die Familien zu übergeben. Diese sollten laut den Behörden eigentlich noch im Laufe des Tages auf einem staatlichen Friedhof in Teheran beigesetzt werden. Dies wurde den Familien telefonisch mitgeteilt (Link).