Hambacher Forst: Polizei-NRW beginnt größten Einsatz ihrer Geschichte – gegen Klima-AktivistInnen

Seit 6 Jahren halten Braunkohle-AktivistInnen den „Hambacher Forst“ in Jülich bei Köln besetzt. Damit wollen sie das 200 Hektar große Waldgebiet vor der Rodung durch den Energie-Konzern RWE schützen. Nun hat die NRW-Landesregierung beschlossen, die Interessen des Konzerns mit der Polizei durchzusetzen. Mehrere Hundertschaften haben am Donnerstag früh mit der Räumung des Gebiets und der dutzenden Baumhäuser begonnen. Perspektive berichtet auf twitter.com/PerspektiveOn von vor Ort.

Baumhäuser als „bauliche Anlagen“

Die Landesregierung argumentiert damit, dass es sich bei den Baumhäusern, welche die BesetzerInnen teilweise vor Jahren errichtet haben, um „bauliche Anlagen“ handele. Diese müssten nun – übrigens, nachdem der Jahrhundertsommer zu Ende ist – aus „Brandschutzgründen“ geräumt werden. Dabei sind die Baumhäuser seit 2014 geduldet. Aktuell gehen deshalb die Klima-AktivistInnen vor den Verwaltungsgerichten Köln und Aachen gegen den Räumungsauftrag vor. NRW-Ministerpräsident Laschet wurde da schon deutlicher: Für ihn handelt es sich um „illlegal besetzte Gebiete„.

Die BesetzerInnen rufen deshalb erneut und akut zu internationalen Solidaritätsaktionen auf, um den Druck auf RWE und die deutsche Regierung zu erhöhen. Heute findet z.B. um 16:00 Uhr eine Demonstration zum Hambacher Forst vor dem alten Bahnhof Buir (50170 Kerpen) statt.