Riesige Demonstration „Für Solidarität statt Ausgrenzung“.

In Berlin sind am Samstag rund eine viertel Million Menschen auf die Straße gegangen. Unter dem Motto „#unteilbar – Solidarität statt Ausgrenzung“ hatten hunderte Organisationen und Einzelpersonen zur Demonstration aufgerufen. Auf der Facebook-Seite zeigten sich die OrganisatorInnen „überwältigt“. Selbst die Polizei hielt eine Teilnehmerzahl im unteren sechsstelligen Bereich für „durchaus realistisch“.

Wir sind überwältigt. Ein Signal der Hoffnung muss von heute ausgehen, der 13.10.2018 zum Aufbruch in eine solidarische Gesellschaft werden! Es hat sich #ausgehetzt. #wirsindmehr und #unteilbar. #b13010

Gepostet von Unteilbar am Samstag, 13. Oktober 2018

An der Demonstration nahmen verschiedenste gesellschaftliche Gruppen teil: Fußballfans, Punks, GewerkschafterInnen, Umwelt- und DatenschützerInnen und KommunistInnen waren vertreten. „Wir glauben, dass es in Deutschland eine große Mehrheit gibt, die gegen Rassismus und Abschottung und für Solidarität einsteht“, sagt die Sprecherin des Unteilbar-Bündnisses, Theresa Hartmann.

Kontroversen gab es im Vorfeld um die Beteiligung und den Aufruf von Parteien und Organisationen, die ihrerseits für nationalistische Politik kritisiert werden. So hatten auch die SPD und führende SPD-Politiker wie Außenminister Heiko Maas zur Demonstration aufgerufen, dabei ist die SPD selbst aktuell an der Abschottung Europas durch die Bundesregierung beteiligt. Auch der Zentralrat der Muslime in Deutschland, welcher der islamisch-fundamentalistischen Muslimbruderschaft nahesteht, sprach auf der Bühne.

Doch für den überwältigenden Großteil der Demonstration galt es einfach, ein Zeichen gegen die Rechtsentwicklung der Gesellschaft zu setzen. Die Demonstration soll laut OrganisatorInnen ein „Aufbruch“-Signal für eine solidarische Gesellschaft werden: „Es hat sich #ausgehetzt. #wirsindmehr und #unteilbar.“ schrieben diese auf ihrer Facebook-Seite.