DNA-Analysen sollen zu Festnahmen im Zusammenhang mit dem G20-Gipfel 2017 in Hamburg führen

Rund drei Wochen, nachdem die Sonderkommission „Schwarzer Block“ aufgelöst und die weiteren Ermittlungen an eine Ermittlungsgruppe des Landeskriminalamt (LKA) Hamburg übergeben wurden, gibt es scheinbar neue Schlagzeilen aus Hamburg (Link).

Laut einem Artikel der Hamburger Morgenpost soll die Polizei rund um die Ausschreitungen an der Elbchaussee am 7. Juli 2017 zahlreiche DNA-Spuren gesichert haben. Die Spuren sollen an Vermummungsgegenständen, Handschuhen, Pyrotechnik und anderen Werkzeugen gefunden worden sein und von 116 Personen stammen.

Rund 220 Personen waren an dem Morgen des 7. Juli 2017 durch die Elbchaussee gezogen. Bis die Polizei eintraf wurden 19 Autos angezündet. Die Polizeieinheiten konnten damals keine einzige tatverdächtige Person festnehmen.

In den vergangenen 15 Monaten konnten laut Polizeiangaben einzelne vermutlich tatbeteiligte Personen aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Spanien ermittelt werden. Nun sollen die gefundenen DNA-Spuren europaweit mit verschiedenen Polizeidatenbanken abgeglichen werden.

Am Donnerstag kam es zudem in Spanien erneut zu Hausdurchsuchungen im Zusammenhang mit dem G20-Gipfel. Sie richteten sich gegen einen 33-jährigen Briten und eine 28-jährige Spanierin in einem kleinen Dorf rund 270 Kilometer nördlich von Madrid, namens Itero de la Vega. Die Polizei wirft den beiden vor, in Hamburg Steine und Flaschen auf Polizisten geworfen zu haben (Link).