„Negative Schocks“ möglich

Der Internationale Währungsfonds warnt vor einer neuen großen Wirtschaftskrise. Zwar seien die Finanzmärkte heute regulierter als noch bei der Krise von 2007, doch die Gefahren für eine neue Weltwirtschaftskrise mehrten sich. Es könne zu „negativen Schocks“ und „abrupten Einbrüchen“ kommen, so die UN-Organisation. Das sind laut dem aktuellen IWF-Stabilitätsbericht die Gründe:

  • Vor allem die „Schwellenländer“ wie Brasilien, Argentinien oder die Türkei sind stark unter Druck. Durch den starken Dollar und die Zinserhöhung in den USA ist es für sie teurer, sich im Ausland zu verschulden. Außerdem können sie bisherige Schulden schlechter zurückzahlen. Argentinien muss bereits mit einem 50-Milliarden-Dollar-Kredit durch den IWF gestützt werden.
  • Auch der Handelskrieg zwischen den größten Volkswirtschaften der Welt, USA und China, birgt Gefahren. Durch die gegenseitigen Zölle könnten globale Lieferketten unterbrochen werden mit schwer vorhersehbaren Folgen.
  • Großbritannien und die EU haben sich bisher noch immer nicht auf einen Deal zum Austritt des Landes aus der EU geeinigt. Sollte es zu einem „Brexit“ ohne Vertrag aus  kommen, würde dies die Wirtschaft und die Lebensbedingungen in Großbritannien massiv beeinträchtigen.
  • Die Schulden sind seit der letzten Krise massiv gestiegen. Rechnet man die Schulden aller Staaten, Unternehmen, Banken und privaten Haushalte zusammen, so kommt man laut dem „Institute of International Finance“ (IIF), dem Weltbankenverband, auf mehr als 233 Billionen Dollar Schulden. Damit übersteigen die weltweiten Schulden die Vermögen um fast 40%.