Das letzte Mal, als sich so viel Treibhausgas in der Atmosphäre befand, entwickelten auf der Erde gerade die ersten Menschenaffen den aufrechten Gang. Anders als heute kann ziemlich sicher gesagt werden, dass ihre Lebens- und Produktionsvorgänge für diesen Zustand nicht verantwortlich waren. Für die heutige Belastung der Atmosphäre sind sich ForscherInnen hingegen ziemlich einig: Der Klimawandel ist menschengemacht. Nach der Veröffentlichung neuer UN-Berechnungen zu diesem Thema warnt der Generalsekretär der World Meteorological Organization (WMO), Petteri Taalas: „Die Chance, noch einzugreifen, ist fast vertan.“

Stetiger Anstieg

Derzeit befänden sich 405,5 ppm (Teilchen pro Millionen Teilchen) Kohlendioxid in der Atmosphäre. Seit 2015 hat die Konzentration um fast 3 Teilchen jährlich zugenommen. Auch Methan und Dickstoffmonoxid (Lachgas), die ebenfalls zu den Treibhausgasen zählen, sind in einer rekordhohen Konzentration vorhanden.

Zu den emissionsstärksten Faktoren zählt laut Umweltbundesamt die Energieindustrie mit ihren Rohstoffen. Darunter fallen zum Beispiel Erdöl und Kohle, wie sie etwa im Hambacher Forst abgebaut werden soll. Nach Berechnungen des Bundesamtes ist der Energiesektor im Jahr 2016 für 84,9 Prozent der Emissionen verantwortlich.