Am 17. November kam es bei einer Demonstration in Düsseldorf zu mehreren Gewaltausbrüchen von Seiten rechter Hooligans. Nun macht das antifaschistische Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ (DSSQ) auf einen Angriff mit einen Wurfmesser aufmerksam.

Laut einer Pressemitteilung des Bündnis DSSQ kam es bei einer Demonstration gegen den UN-Migrationspakt am 17. November zu einem Angriff mit einem Wurfmesser.

Demnach soll ein Kölner Hooligan höchstwahrscheinlich ein Wurfmesser auf Kopfhöhe in Richtung einiger GegendemonstrantInnen geworfen haben und verfehlte dabei nur äußerst knapp sein Ziel. Dies brauchte eine aufwändige Auswertung des öffentlich verfügbaren Videomaterials durch DSSQ ans Licht.

Quelle: DSSQ

Schon im Vorfeld habe es Anzeichen für geplante Angriffe durch rechte Hooligans gegeben. So wurden unter anderem Parolen wie „Wenn wir wollen, schlagen wir sie tot!“ gesungen. Am Rande der Demonstration kam es zu mindestens zwei Angriffen auf GegendemonstrantInnen durch zwei Männer der „Bruderschaft Deutschland“. Die Organisation ist ein Rekrutierungsfeld für neonazistische Parteien und Organisationen.

„Wir fordern eine sofortige Aufklärung der genannten Vorfälle, insbesondere des Messerwurfs. Die Gewalt gegen Teilnehmer*innen an unseren Protesten hat spätestens mit den Vorfällen vom 17. November nicht mehr hinnehmbare Ausmaße angenommen. Doch sie kommt nicht unerwartet. Schon bei den Protesten gegen DügIdA 2015 und zuletzt am 27. August 2018 vor dem Landtag zeichnete sich diese Entwicklung ab“, so DSSQ-Sprecher Uwe Funke.

„Deshalb hatten wir im Vorfeld des 17. November zum Schutz unserer Teilnehmer*innen auch in den so genannten Kooperationsgesprächen mit der Polizei noch einmal explizit auf das extrem hohe rechte Gewaltpotenzial hingewiesen. Gefolgt ist daraus nichts. Offenbar wird dort das Hauptproblem nach wie vor im Protest gegen rechte Demonstrationen gesehen.“