Die Anzahl der Angriffe auf Mitarbeiter der Deutschen Bahn hat sich in den letzten drei Jahren um mehr als 30% erhöht. Das ergab eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Partei Die Linke.

Demnach gab es 2015 noch 1.876 Körperverletzungen auf Bahnmitarbeiter, 2016 stieg die Zahl auf 2.374 und im Jahr 2017 bereits auf 2.550 Übergriffe. In diesem Jahr wurde mit 1.981 gemeldeten Angriffen aus den ersten 9 Monaten bereits die Gesamtzahl von 2015 überschritten.

Die Bundespolizei, die Angriffe auf andere Bahnunternehmen dokumentiert, nahm für das Jahr 2017 insgesamt 1.593 Übergriffe auf. Das sind etwas weniger als im Jahr 2017 (1.666) aber mehr als 2015 (1.453).

Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Die Linke, Sabine Zimmermann, sieht einen Zusammenhang mit dem Missmanagement bei der Bahn: „Die Beschäftigten erfahren täglich den angestauten Frust über schlechte Leistungen ihres Unternehmens, im schlimmsten Fall bis hin zur Gewalt“. Die Bahn steht schon seit langem wegen Unpünklichkeit, marodem Schienensystem und immer weiter steigenden Ticketpreisen in der Kritik.

Gleiches gelte bei Post- und Paketzustellern wie DHL. Nicht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien für den schlechten Service verantwortlich, sondern die Unternehmensführungen, so Zimmermann.