Am 1.12. um 12 Uhr starteten in Köln und Berlin gleichzeitig die Demonstrationen gegen Kohle und die Klimapolitik der Bundesregierung. In Köln protestierten den OrganisatorInnen zufolge 20.000 Menschen, in Berlin 16.000.

Einen Tag vor dem Start der UN-Klimakonferenz in Kattowitz, Polen, demonstrierten zehntausende Menschen in Deutschland, sei es in Berlin am Kanzleramt oder in Köln an der Deutzer Werft. Die Menschen kamen mit grünen Fahnen, verkleidet als Bäume oder mit Plakaten und Bannern, auf denen zu lesen war, „End Coal“(Stopp Kohle) und „Klima first“ (Klima zuerst). Mit Parolen wie „Klimaschutz statt Kohleschmutz“ und „Hambi bleibt“ zogen insgesamt 36.000 Klima-AktivistInnen durch Berlin und Köln: „Das ist ein Protest gegen das Versagen der Bundesregierung, die nun mit leeren Händen auf die Klimakonferenz fährt“, so Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser. Das Bündnis „Kohle stoppen – Klimaschutz jetzt“, in denen Umweltorganisationen und Menschenrechtsorganisationen gemeinsam zum Protest aufriefen, drängt auf einen schnellen Kohleausstieg noch vor 2030.

Die Forderungen der Demonstrationen

„Immer mehr Waldbrände und Hitzewellen, lang anhaltende Dürren, Überschwemmungen und Missernten sind die Folge. Im globalen Süden sind die Folgen der Klimakrise besonders verheerend: Sie verschärfen Hunger und Armut und zwingen viele Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat.“, so beschreibt das Bündnis „Kohle stoppen – Klimaschutz jetzt“ in seinem Aufruf die Situation des Weltklimas und die damit einhergehenden Katastrophen. Die Klimakrise sei schon jetzt „bittere Realität“, deshalb fordern die DemonstrantInnen im Überblick:

Das Pariser Klimaabkommen umsetzen, Klimaziele verschärfen und faire Unterstützung für arme und am stärksten von den Folgen betroffene Länder im Kampf gegen den Klimawandel. Dann: die Hälfte der Kohlekraftwerkskapazitäten in Deutschland abschalten – und zwar so schnell, dass das Klimaziel der Bundesregierung für 2020 noch erreicht wird.
Ein gesetzlicher Fahrplan für einen schnellen Kohleausstieg soll her, mit dem das Pariser Klima-Abkommen und die nationalen Klimaziele eingehalten werden. Und schließlich wurden der sofortige Stopp aller Pläne für neue Kohlekraftwerke, des Kohle-Tagebaus und seiner Erweiterungen wie  auch die zielgerichtete Unterstützung der Beschäftigten und eines sozialökologischen Strukturwandelprozesses in den betroffenen Kohle-Regionen gefordert.

„Wir müssen jetzt handeln, um die Erderhitzung zu stoppen und eine ungebremste Klimakatastrophe in der Zukunft zu verhindern – für uns alle und die kommenden Generationen.“