Seit Freitag kommen im argentinischen Buenos Aires die Staatschefs der 20 wirtschaftlich stärksten Länder der Welt (G20) zusammen. 25.000 Soldaten und Polizisten beschützen die PolitikerInnen vor massenhaften Protesten. Trotzdem demonstrierten Zehntausende.

Erneut kommen seit gestern die StaatsführerInnen der G20 zusammen, diesmal in der Hauptstadt Argentiniens, der Metropole Buenos Aires. Die G20-Staaten erwirtschaften zusammen rund 85 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) und bestreiten drei Viertel des Welthandels.

Dementsprechend steht auch der Handelskrieg zwischen den USA, China und der EU im Fokus. Am Rande des Gipfels soll es deshalb zu einem Treffen zwischen dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump und seinem Amtskollegen aus China, Xi- Jinping, kommen.

Auch die Eskalation zwischen der Ukraine und Russland und damit auch zwischen der NATO bzw. der EU und Russland wird ein Thema sein. Kürzlich hatte die Ukraine das Kriegsrecht ausgerufen und Schutz von Seiten der NATO und Bundeswehr gefordert.

Wie ein Ausnahmezustand

Zum Schutz des Gipfels der Mächtigen war eine kilometerlange Sperrzone in der argentinischen Hauptstadt errichtet worden. Die rund drei Millionen Bewohner waren zuvor sogar aufgerufen worden, die Stadt zu verlassen. Proteste gegen den Gipfel fanden dennoch statt und zehntausende DemonstrantInnen trotzten den massiven Einschränkungen und Zeichen der Abschreckung im Vorfeld:

  • Züge und U-Bahnen fuhren nicht, was die Anfahrt zu den Protesten erschwerte.
  • 25.000 Soldaten und Polizisten, Hubschrauber, Räumpanzer und Metallbarrieren sorgten für ein martialisches Bild der Abschreckung.
  • Für Millionen-Beträge wurden Tränengaskartuschen und Gummigeschosse eingekauft.

„Das ist eine Schande! Argentinien steckt in einer schweren Wirtschaftskrise, aber der Regierung fällt nichts Besseres ein, als Millionen in einen sinnlosen Polizeieinsatz zu stecken. Nur um den Menschen seine Macht zu demonstrieren.“, so ein Demonstrant gegenüber tagesschau.de.