Mieten wird immer teurer – vor allem in Großstädten. Dieser Trend soll sich laut dem Deutschen Mieterbund im nächsten Jahr fortsetzen. Auch ländlichere Gegenden werden davon in Zukunft betroffen sein.

„Es gibt nach unserer Einschätzung keine Faktoren, die den Anstieg der Mieten bremsen dürften“, so Lukas Siebenkotten, Direktor des Deutschen Mieterbunds. „Denkbar ist nur, dass sich in den extrem hochpreisigen Städten der Preisanstieg verlangsamt, da Mieten hier nicht mehr bezahlbar sind“, warnt Siebenkotten: Steigende Mieten für alle außer dort, wo es sich schon jetzt fast keiner mehr leisten kann. Dazu gehört zum Beispiel München, wo laut Mieterbund die Mieten in einigen Stadtteilen um 270% gestiegen sind.

Insgesamt geht der Mieterbund davon aus, dass die ortsübliche Vergleichsmiete in Städten um drei bis fünf Prozent im kommenden Jahr steigen wird. Doch nicht nur dort soll es teurer werden. Dadurch, dass preiswerter Wohnraum in der Stadt rar ist, werden voraussichtlich auch die Mieten in ländlicheren Regionen rund um die arbeitsplatzreichen Großsstädte steigen.

Das Geschäft mit dem Wohnraum

Es fehlt an bezahlbarem Wohnraum

Wesentlicher Grund für die stetig steigenden Mieten ist der Wohnungsmangel. 2019 dürften laut Bauindustrie bis zu 320.000 neue Wohnungen entstehen. Einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung vom April 2018 zufolge fehlen in den 77 deutschen Großstädten jedoch gut 1,9 Millionen bezahlbare Wohnungen.

Hohe Mieten bringen viele an ihre Belastungsgrenze. Laut einer Studie an der Berliner Humboldt Universität zahlen in deutschen Großstädten 8,6 Millionen Menschen mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete ihrer Wohnung – das sind 40 Prozent aller Haushalte.

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