Einem Zeitungsbericht der Funke-Mediengruppe zufolge will die Bundeswehr fehlende Fachkräfte aus dem Ausland rekrutieren.

Seit Jahren sucht die Bundeswehr nach neuem Personal und findet nicht annähernd genug passende BewerberInnen. Dies soll nun durch die Anwerbung von Fachkräften aus anderen EU-Ländern gelöst werden. Diese Option soll zur Zeit geprüft werden, so die Zeitungsberichte (Link).

Eberhard Zorn, als Generalinspekteur der Bundeswehr, ranghöchster Soldat in Deutschland, berichtete in einem Interview mit der Mediengruppe von den Plänen. In Zeiten des Fachkräftemangels, der insbesondere die Bundeswehr treffe, müssten wir „in alle Richtungen blicken und uns um den passenden Nachwuchs bemühen“, so Zorn. „Wir reden hier beispielsweise von Ärzten oder IT-Spezialisten“, erläutert Zorn die Idee weiter. Das grundsätzliche Nachwuchspersonalproblem an Rekruten kann durch diese Option also sowieso nicht gelöst werden (Link).

Neue Soldaten sucht das Land

Dem Bericht zufolge hat die Bundesregierung bereits verschiedene Staaten, insbesondere in Osteuropa, angesprochen und ihre Pläne vorgestellt. Die meisten der Nationen sollen sehr zurückhaltend auf das Anwerben ihrer BürgerInnen als Spezialisten für die deutsche Bundeswehr reagiert haben.

Der Wehrbeauftragte der Bundeswehr, Hans-Peter Bartels, betont zudem, dass die Rekrutierung von EU-BürgerInnen für die Bundeswehr keine komplett neue Methode sei, sondern eher „eine Art Normalität“. Bereits jetzt gebe es in der Bundeswehr viele Soldaten mit Migrationshintergrund und sogenannte Doppelstaatler.

[paypal_donation_button align=“left“]