Nach „Alpha“ und der „blauen Partei“ nun eine weitere Partei von AfD-Mitgliedern, die sich in der Partei nicht aufgehoben fühlen? Damit droht zumindest André Poggenburg.

Seit ihrer Gründung hat die AfD schon einige öffentlichkeitswirksame Intrigen und Abspaltungen erlebt: Bernd Lucke initiierte die „Liberal-Konservative Reformer“ und Frauke Petry die „Die blaue Partei“. Nun spricht Andre Poggenburg – bekannt zum Beispiel durch seine rassistische „Kameltreiber“-Rede – von wiederholten Bestrebungen, eine neue Partei zu gründen: „Viele sind mit dem momentanen Kurs des Bundesvorstands sehr unzufrieden. Es gibt sogar Stimmen, die nach mehr rufen, beispielsweise nach einer neuen Partei. Diese Debatte nimmt fühlbar zunehmend Fahrt auf.“

Rechte Hardliner fühlen sich unwohl

Als Grund für die Unzufriedenheit nennt Poggenburg eine „Denunziationswelle“ und zahlreiche Parteiausschlussverfahren. Diese sollen vor allem den rechten Flügel, der sich selbst auch so bezeichnet, treffen. Zu den Ausgeschlossenen gehört beispielsweise die abgesetzte Landesvorsitzende von Schleswig-Holstein, Doris von Sayn-Wittgenstein. Sie soll unter anderem in Vereinen mit Reichsbürgern zusammengearbeitet haben.

Zu diesem extrem rechten Flügel zählt Poggenburg sich selbst auch und verwendet wiederkehrend NS-Vokabular in seinen Reden oder bezeichnet im sachsen-anhaltischen Landtag Linke als „Wucherungen am deutschen Volkskörper“.

Aus der rechten AfD-Plattform „Flügel“, die er lange Zeit gemeinsam mit Höcke entscheidend gestaltete, wurde er allerdings im August ausgeschlossen. Laut dem Spiegel war der Grund dafür allerdings Poggenburgs autoritärer Führungsstil.

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