Der angekündigte Truppenabzug der US-amerikanischen Soldaten aus Syrien soll scheinbar doch nicht so schnell verlaufen, wie zunächst von Trump angekündigt.

Nach einem Treffen im Weißen Haus zeigt sich US-Senator Lindsey Graham, der ein großer Kritiker der Entscheidung Trumps, die eigenen Truppen vollständig aus Syrien abzuziehen ist, sehr zufrieden: „Der Präsident versteht die Notwendigkeit, die Arbeit zu Ende zu bringen“, so Graham am Sonntag nach einem zweistündigen Gespräch mit Trump.

Donald Trump hatte am 19. Dezember angekündigt, alle amerikanischen Soldaten in kürzester Zeit aus Syrien abzuziehen. Die Entscheidung hatte weltweit für großes Aufsehen und insbesondere bei den amerikanischen Verbündeten für Unverständnis gesorgt.

USA verkünden Truppenabzug aus Syrien

Laut Graham sieht Trump drei Bedingungen, welche vor einem permanenten Truppenabzug der US-Streitkräfte erfüllt sein müssten. Dazu zählt die dauerhafte Zerstörung der Terrororganisation „Islamischer Staat“. Auch müsse der Iran davon abgehalten werden, zu erstarken und als Sieger aus dem Konflikt hervorzugehen. Als drittes müssten die kurdischen Verbündeten geschützt sein.

Graham, der die Entscheidung Trumps zunächst öffentlich scharf kritisiert hatte, zeigt sich nun zufriedengestellt. Es gehe darum, beim geplanten Rückzug „auf kluge Weise“ das Tempo herauszunehmen. „Ich denke, wir befinden uns in einer Pausensituation.“, so Graham weiter (Link).

Am kommenden Wochenende soll der nationale Sicherheitsberater des Weißen Hauses, John Bolton, nach Israel und in die Türkei reisen, um Gespräche über den Truppenabzug und die Situation danach zu führen (Link).