Der weltweite Rüstungswettlauf geht weiter: Putin verkündet den erfolgreichen Test der „neuen strategischen Waffe“.

Am Mittwoch folgte der letzte abschließende Praxistest: 6.000 Kilometer flog die Testrakete laut russischen Angaben aus dem Ural bis zu einem Testgelände auf der Halbinsel Kamtschatka. Dabei soll die Rakete mit der 27fachen Schallgeschwindigkeit geflogen sein. Das entspräche rund 30.000 Stundenkilometern. Zunächst war man von einer Geschwindigkeit von 20facher Schallgeschwindigkeit ausgegangen. Entsprechend zufrieden zeigten sich die Verantwortlichen in Russland (Link).

Das Besondere an der Rakete ist nicht nur ihre enorme Schnelligkeit, sondern auch die Eigenschaft, dass sie bis kurz vor dem Erreichen ihres Ziels ihre Flugbahn ändern kann und nicht wie herkömmliche Interkontinentalraketen eine genau berechenbare Flugbahn hat.

Durch ihre Schnelligkeit und Wendigkeit sollen Hyperschall-Waffen von heutigen Raketenabwehrsystemen nicht abgeschossen werden können. Bereits seit vergangenem Juli soll sich die neue russische Rakete „Avangard“ in der Produktion finden und bereits im kommenden Jahr einsatzbereit sein. 2019 will Russland 31 Raketensysteme der Klasse „Avangard“ und der atomaren Interkontinentalrakete „Yars“ in Betrieb nehmen (Link).

„Russland hat eine neue strategische Waffe bekommen, die erste ihrer Art in der Welt. Sie wird die Verteidigung unseres Staates, unseres Volkes in den nächsten Jahrzehnten sicherstellen“, sagte Putin bei einem Treffen mit Regierungsmitgliedern am Mittwoch in Moskau.

Auch die USA und China forschen seit Jahren an sogenannten „Hyperschall-Waffen“ und haben in diesem Jahr erfolgreiche Tests verkündet. Russland könnte wenn die Angaben stimmen jedoch das erste Land sein, das die Waffen tatsächlich in sein Waffenarsenal aufnimmt.

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