Die „Gelbwesten“-Proteste haben nun auch die SchülerInnen erfasst. Tausende GymnaisastInnen und MittelschülerInnen demonstrieren seit Anfang der Woche. Dabei wurden bisher mehr als 700 SchülerInnen festgenommen.

In Frankreich gehen seit Tagen SchülerInnen auf die Straße statt in die Schule. Sie protestieren gegen härtere Auswahlkriterien beim Zugang zur Hochschule oder befürchtete Kürzungen beim Lehrpersonal. Laut französischem Innenministerium wurde an fast 280 Schulen der normale Ablauf gestört, bei 45 kam es zu vollständigen Blockaden durch wütende SchülerInnen.

Bei mehreren Demonstrationen gab es am Donnerstag Auseinandersetzungen mit der Polizei. Unter anderem in Marseille und Bordeaux zündeten DemonstrantInnen Mülltonnen und Autos an. Über 700 SchülerInnen wurden festgenommen. Ein Video, das in Sozialen Netzwerken kursiert, zeigt die Behandlung von Jugendlichen wie Schwerverbrecher. Den GymnasiastInnen wurde laut Polizeiangaben vorgeworfen, an einem „bewaffneten Aufruhr“ beteiligt gewesen zu sein.

Quelqu'un peut me dire s'il a déjà vu ça dans notre pays, depuis 50 ans ? Arrestation de lycéens à Mantes-la-Jolie.

Gepostet von Philippe Bérard am Donnerstag, 6. Dezember 2018

Für diesen Samstag sind von den „Gelbwesten“ erneut Proteste geplant. Ein Sprecher der Proteste kündigte an, die Bewegung wolle in den Regierungssitz am Élysée-Palast eindringen. 65.000 Polizisten stehen bereit, um dies und weitere Proteste zu verhindern.