Zahlreiche Ermittlungsverfahren werden zur Zeit gegen Soldaten der Spezialeinheit der Bundeswehr Kommando Spezialkräfte (KSK) geführt.

Nachdem in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder Skandale um die Eliteeinheit der Bundeswehr ans Licht kamen (Link, Link), werden nun neue Details über laufende Ermittlungsverfahren gegen Soldaten der Einheit bekannt.

Aktenkundig waren bereits verschiedene Ermittlungen wegen des Vorwurfs der ‚Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen‘, wie dem Zeigen des „Hitlergrußes“. Eine parlamentarische Anfrage der Bundestagsabgeordneten der Linkspartei, Martina Renner, bringt nun weitere Ermittlungen an die Öffentlichkeit.

Der Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage zufolge wird zur Zeit gegen mindestens sechs weitere Soldaten der Spezialeinheit ermittelt. Dabei soll es sich um besonders schwerwiegende Straftaten handeln. Unter anderem werde in verschiedenen Fällen gegen Soldaten wegen Vergewaltigung und Misshandlung Untergebener ermittelt. Hinzu kommen Ermittlungen wegen sexuellem Missbrauch von Kindern und dem Besitz von kinder- und jugendpornografischem Material (Link).

Gegen weitere Soldaten sollen zudem Ermittlungsverfahren wegen besonders schwerem Landfriedensbruch, Körperverletzung, sowie besonders schwerem Eingriff in den Straßenverkehr und Abrechnungsbetrug laufen.

Die Bundesregierung weist in ihrer Antwort auf die Anfrage zudem explizit darauf hin, dass sie nicht dafür garantieren könne, dass diese Angaben vollständig seien, da durchaus weitere Ermittlungen und Strafverfahren in den verschiedenen Bundesländern geführt werden könnten, von denen die Bundesregierung bisher nichts wisse (Link).