Im dritten Jahr in Folge nimmt 2017 die Zahl der Toten durch Terrorangriffe ab

Laut dem am Mittwoch in London veröffentlichten „Global Terrorism Index 2017“ des australischen „Institute for Economics & Peace“ (IEP) sank die Zahl der weltweit durch Terroristen getöteten Menschen im Jahr 2017 auf 18.814 – ein Rückgang um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Den hohen Rückgang machen die ForscherInnen vor allem an der zunehmenden Schwächung der Terrororganisation „Islamischer Staat“ fest. So sank die Zahl der Terroropfer im Irak und in Syrien im Vergleich zum Jahr 2014 sogar um mehr als 40 Prozent, allein im Irak reduzierte sich die Zahl der Todesfälle zwischen 2016 und 2017 sogar um 56 Prozent. Trotz dieses Rückgangs bleibt der „Islamische Staat“ weiterhin die tödlichste Terrororganisation der Welt (Link).

Auch in Europa ist die Zahl der Toten durch terroristische Angriffe stark gesunken. So verringerten sich die Todesfälle zwischen 2016 und 2017 um rund 75 Prozent. Gab es noch 168 Todesfälle im Jahr 2016, so ging die Zahl im Jahr 2017 auf 81 zurück.

Während die Opferzahlen durch islamistisch motivierten Terrorismus deutlich gesunken sind, nehmen terroristische Anschläge aus dem rechten und faschistischen Lager deutlich zu. 2017 wurden in Nordamerika und Westeuropa 59 faschistische Anschläge mit 17 Todesfällen registriert.

Weltweit gesehen verbesserte sich die Situation in 94 Ländern, während sie sich gleichzeitig in 46 Ländern verschlechterte. Der Studie des IEP zufolge belaufen sich die wirtschaftlichen Schäden durch den Terrorismus im Jahr 2017 auf insgesamt 52 Milliarden US-Dollar. Auch hier verzeichnete sich mit 42 Prozent ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Jahr 2016 (Link).