Wochenlang waren sie auf See, nun dürfen 49 gerettete Geflüchtete endlich in Malta an Land gehen. Im Anschluss sollen sie auf sieben europäische Länder verteilt werden.

Das Gerangel um die 49 Geflüchteten auf den Rettungsschiffen der deutschen Hilfsorganisationen Sea-Eye und Sea-Watch ist vorerst zu Ende, sie können laut Maltas Regierungschef Joseph Muscat an Land gehen. Zuvor war der Druck durch zivilgesellschaftliche Organisationen erhöht worden. So hatte unter anderem eine bisher nie dagewesene Allianz 45 maltesischer NGOs den Präsidenten aufgefordert, die Häfen zu öffnen. Selbst Papst Franziskus hatte sich in die Debatte eingeschaltet.

Das Schiff „Sea-Watch 3“ hatte am 22. Dezember 32 Migranten gerettet, das Schiff „Professor Albrecht Penck“ am 29. Dezember 17 Menschen. Doch beiden wurde die Einfahrt in Häfen von Italien oder Malta verboten. Derweil verschlechterte sich die Situation an Bord immer mehr.

Auf der „Sea-Watch 3“ wurden Trink- und Brauchwasservorräte des Schiffes streng rationiert. Der Bordarzt der „Sea Watch 3“, Frank Dörner, sagte: „Die Situation hier an Bord wird immer instabiler.“ Das Stressniveau nehme zu. Die Menschen seien traumatisiert, dazu kämen Seekrankheit und die Unsicherheit, so Dörner. „Es ist also eine sehr katastrophale Situation.“ Ähnlich war die Situation auf dem Schiff „Professor Albrecht Penck“.

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