Drei Kinder wohnen zusammen in einem Zimmer? Oder Bruder und Schwester im Teenager-Alter müssen sich ein Zimmer teilen? Oder die Eltern schlafen im Wohnzimmer? Dann ist die Wohnung nicht nur gefühlt zu klein, sondern gilt auch offiziell als überbelegt. Das trifft in Deutschland auf über fünf Millionen Menschen zu.

Laut Statistischem Bundesamt lebten demnach im Jahr 2017 sieben Prozent der deutschen Bevölkerung in einer zu kleinen Wohnung.

Besonders schwer haben es armutsgefährdete Personen sowie Familien mit einem alleinerziehenden Elternteil. Hier lebt fast jede/r Fünfte in einer überbelegten Wohnung. In Städten ist die Zahl der Menschen mit zu wenig Wohnraum rund drei Mal so hoch wie auf dem Land. Auch Menschen mit ausländischem Pass sind fast dreimal so oft betroffen (17%) wie solche mit deutschem Pass (6%).

In anderen EU-Ländern sieht es noch schlimmer aus: so leben in Polen 41% in überbelegten Wohnungen, in Österreich sind es immerhin noch 15%. Im EU-Durchschnitt sind es 16%. Auch hier sind Ausländer (27%), sowie Alleinerziehende mit ihren Kindern (23%), besonders betroffen.

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