Prominente und hunderte PolitikerInnen aus dem Bundestag und verschiedenen Landtagen sind Opfer eines Hackerangriffs geworden.

In der Form eines Adventskalenders wurden bereits seit Anfang Dezember täglich persönliche Daten von prominenten KünstlerInnen und von allen im Bundestag vertretenen Parteien (mit Ausnahme der AfD) über einen Twitter-Account veröffentlicht.

Die Daten umfassen hunderte Handynummern, Adressen und Dokumente, unter anderem aus der internen Kommunikation der Parteien. Hinzu kommen zum Beispiel auch Kopien von Personalausweisen, Briefen, Rechnungen und Einzugsermächtigungen für Lastschriftverfahren. Auch private Chats und Kreditkarteninformationen von Familienmitgliedern der betroffenen PolitikerInnen sollen veröffentlicht worden sein. Brisante politische Informationen sollen sich nach einer Durchsicht verschiedener Medienkonzerne nicht unter den Daten befinden (Link).

Dass der Twitter-Account ausgerechnet keine Daten über die AfD veröffentlicht hat, ist auffällig. Verdächtig ist jedoch, dass der Account selbst nur acht anderen Nutzerkonten folgt, von denen zwei zu einem neurechten und rassistischen `Anonymous‘-Netzwerk gehören. Ein weiterer Account hat den Profilnamen „Faschismus“. Neben PolitikerInnen sind vor allem Künsterlnnen betroffen, die sich in der Vergangenheit öffentlich gegen Rechts stark gemacht haben.

Bereits seit 2017 wurde der Twitter-Account – mit heute mehr als 17.500 Followern – dazu genutzt, private Daten zu veröffentlichen. Unklar ist weiterhin, woher die Daten stammen und warum erst jetzt darüber breit in den Medien berichtet wird. Auch lässt die Datenflut bisher kein genaues Motiv der Hacker erkennen.

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