Die Initiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ plant in Berlin ein Volksbegehren. Ziel ist die Enteignung aller privaten Wohnungsunternehmen, die mindestens 3.000 Wohnungen besitzen. Fast 55% der Berliner finden das richtig.

Das zeigt eine Umfrage des Instituts „Civey“, die im Auftrag des Berliner Tagesspiegels erstellt wurde. Demnach finden 54,8% der Bevölkerung es richtig, „dass es Bestrebungen gibt, Großvermieter gegen Entschädigung zu enteignen“.

Besonders hohe Unterstützung für das Vorhaben kommt von Menschen mit niedriger und mittlerer Kaufkraft, insbesondere Studierende und RentnerInnen unterstützen es. Im Osten Berlins ist die Zustimmung höher als im Westen, in dicht besiedelten Gebieten höher als dort, wo es weniger Wohnungen gibt.

Die Initiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ freut sich über diese Ergebnisse. „Dabei fangen wir doch erst jetzt allmählich mit der öffentlichen Mobilisierung für unser Anliegen an“, so Rouzbeh Taheri, Sprecher der Initiative gegenüber dem Tagesspiegel.

Noch wird das „Vergesellschaftungsgesetz“, das die Initiative erarbeitet hat, geprüft. Die Senatsinnenverwaltung muss eine Kosteneinschätzung der Enteignung vorlegen, da es dabei auch zu Entschädigungen an die Wohnungskonzerne kommen soll. Dann müssen 20.000 Unterschriften gesammelt werden, damit das Volksbegehren starten kann. Zu einer Abstimmung könnte es dann in rund zwei Jahren kommen.