Ehemalige AfD Mitglieder gründen neue Partei und bemühen sich um Schulterschluss mit PEGIDA.

Der ehemalige Partei- und Landtagsfraktionschef der AfD in Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, hat gestern seinen Austritt aus der AfD erklärt und eine neue Partei gegründet (Link).

Die Differenzen mit der Parteiführung der Afd hätten „ein unüberbrückbares Ausmaß angenommen, sodass ich mich dazu entschieden habe, meinen politischen Kampf für dieses Land außerhalb der AfD weiterführen zu müssen“, begründet Poggenburg seinen Austritt gegenüber der Zeitung Die Welt.

Poggenburg droht mit neuer Partei aus rechtem Flügel der AfD

Kurz zuvor hatte der Bundesvorstand der AfD Poggenburg mit einer zweijährigen Ämtersperre belegt, nachdem er auf Twitter den „Mitbürgern unserer Volksgemeinschaft“ ein „patriotisches 2019“ wünschte. Poggenburg trat zudem immer wieder mit einer blauen Kornblume, dem Erkennungszeichen der österreichischen Nationalsozialisten in den 1930er Jahren auf (Link).

Die neue Partei soll den Namen „Aufbruch deutscher Patrioten – Mitteldeutschland“ führen und schon im Herbst bei den Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg als rechte Konkurrenz gegen die AfD antreten. Vermutungen und Berichte über eine geplante Parteigründung rechts der AfD gab es schon länger.

AfD: Erfolg trotz innerer Zerrissenheit

Neben Poggenburg sollen bereits weitere führende VertreterInnen des äußerst rechten Flügels der Partei insbesondere aus Sachsen aus der Partei ausgetreten sein (Link).

Vermutlich wird Poggenburg zudem versuchen, einen offenen Schulterschluss mit der PEGIDA-Bewegung zu erzielen. Das hatte er bereits während seiner AfD-Zeit immer wieder gefordert.

AfD: Erfolg trotz innerer Zerrissenheit