Zahlreiche Waffenfunde bei bundesweiten Hausdurchsuchungen.

Mehr als 200 Polizisten sollen an den Hausdurchsuchungen am Mittwochmorgen in Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen beteiligt gewesen sein.

Die Durchsuchungen richteten sich gegen 17 Beschuldigte, die laut der Stuttgarter Staatsanwaltschaft im Verdacht stehen, eine kriminelle Vereinigung mit dem Namen „National Socialist Knights of the Ku-Klux-Klan Deutschland“ gebildet zu haben. Durchsucht wurden zwölf Wohnungen in acht Bundesländern (Link).

Das Netzwerk des rechten Terrors

Die Ermittlungen begannen mit der Auswertung eines beschlagnahmten Mobiltelefons von einem der Beschuldigten in einem vorangegangenen Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Durch die dort gefundenen Chat-Protokolle waren die Ermittler auf die Spur der Gruppe gekommen. Mittlerweile haben sich die Ermittlungen auf rund 40 Verdächtige ausgeweitet.

Die Gruppe soll sich vor allem über das Internet und Soziale Medien vernetzt haben und dort auch Mitglieder angeworben haben. Laut der Staatsanwaltschaft wurden zudem monatliche Mitgliedsbeiträge für die Finanzierung der Gruppierung erhoben.

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Bei den Durchsuchungen konnten mehr als 100 Waffen sichergestellt werden. Darunter Schreckschusswaffen mit Munition, Luftdruckwaffen, eine Vielzahl von Schwertern und Macheten, Faust- und Butterflymessern, Wurfsterne und Teleskop-Schlagstöcke. Bei einem Großteil der Waffen soll es sich um verbotene Gegenstände handeln. Zudem wurden zahlreiche Urkunden, Mitglieder- und Beitragslisten, T-Shirts und Symbole der Gruppierung, Speichermedien, Computer und Mobiltelefone sichergestellt.

Laut Ermittlern soll es zumindest bei Teilen der Gruppierung Pläne gegeben haben, sich weiter zu bewaffnen.