EU-Kommission, Bundesregierung und Unternehmen gehen von deutlich schlechterer Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2019 aus.

Seit Monaten werden die Prognosen für die Entwicklung der deutschen und europäischen Wirtschaft immer wieder revidiert und nach unten korrigiert. Statt einem Wachstum von 1,9 Prozent geht die EU-Kommission nur noch von einem Wachstum der europäischen Wirtschaft um 1,3 Prozent aus. Für Deutschland geht sie von einem Zuwachs von 1,1 Prozent aus, zuvor waren noch 1,9 Prozent vorhergesagt worden. Für das hochverschuldete Italien wird sogar nur noch ein Wachstum von 0,2 Prozent prophezeit (Link).

Als Ursache für die negativen Prognosen gibt die EU-Kommission in erster Linie die abkühlende Weltmarkt-Konjunktur an. Doch auch in der europäischen Wirtschaft selber lägen verschiedene Gefahren, so etwa ein ungeordneter Brexit Großbritanniens.

Auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht für das kommende Jahr negative Entwicklungen auf die deutsche Wirtschaft zukommen. Er nahm seine Prognose für das Jahr 2019 von 1,7 Prozent zurück und geht nur noch von einem Wachstum von 0,9 Prozent aus.

Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft trübt sich dabei immer mehr. Der aktuelle Ifo- Geschäftsklimaindex befindet sich auf dem niedrigsten Wert seit Februar 2016 und die Erwartungen der Unternehmen sind erstmals seit Dezember 2012 wieder pessimistisch. Das Ifo-Institut sieht Deutschland zwar noch nicht in der Rezession, aber stellt deutlich fest, dass sich die Wirtschaft im Abschwung befindet (Link).

Bereits im dritten Quartal 2018 ist die deutsche Wirtschaft geschrumpft. Auch wenn die letzten Zahlen noch nicht veröffentlicht wurden, so sieht es danach aus, dass auch im letzten Quartal 2018 die Wirtschaft weiter nachgelassen hat. Ein Rückgang der Produktion im produzierenden Gewerbe im November von 1,3 und im Dezember von 0,4 Prozent deuten darauf hin. Sollte sich dies bestätigen, so befindet sich die deutsche Wirtschaft erstmals seit neun Jahren offiziell in einer Rezession (Link).