Im vergangenen Jahr ist mehr als die Hälfte aller Abschiebungen gescheitert. Die Ursachen sind vielfältig: Reisedokumente sind nicht vollständig, Geflüchtete tauchen unter oder leisten bei der Abschiebung Widerstand, sodass die Aktion abgebrochen werden musste. 2017 waren es noch 800 Geflüchtete, die ihre Abschiebungen durch Widerstand verhinderten, letztes Jahr waren es bereits 3.200.

Laut Angaben der Bundespolizei sind im vergangenen Jahr von 57.035 Abschiebungen 30.921 nicht zustande gekommen. Das ist mehr als die Hälfte. Im Jahr 2017 scheiterten noch 22.802 von insgesamt 48.475 Abschiebungen.

Warum Widerstand gegen Abschiebungen uns allen den Rücken stärkt

Immer mehr Geflüchtete tauchen also unter, bevor sie ausgewiesen werden. Doch auch bei denjenigen, die von der Bundespolizei bereits abgeholt wurden, kommt es nicht zwingend zur Abschiebung. Mehr als 3.200 Geflüchtete sollen letztes Jahr ihren Verweis aus Deutschland durch „aktiv passiven Widerstand“ verhindert haben.

Auch PilotInnen verhindern immer wieder Abschiebungen – bis Mai 2018 bereits 150 Mal. Für das ganze Jahr liegen keine genauen Zahlen vor.