Wenn die Wirtschaft zwei Quartale in Folge schrumpft, spricht man von einem Abschwung. Für Deutschland ist dies nun der Fall – wenn man die illegalen Geschäfte wie Drogenhandel, Prostitution und Schmuggel aus der Wirtschaftsleistung herausrechnet.

Laut heise.de befindet sich die deutsche Wirtschaft in einer Rezession. So war diese im dritten Quartal 2018 schon um 0,2% geschrumpft. Im vierten Quartal stagnierte sie – aber nur aufgrund von Zahlentricks.

Seit 2014 werden nämlich illegale Geschäfte wie Drogenhandel, Prostitution und Schmuggel zur Wirtschaftsleistung eines Landes hinzugerechnet. Zieht man diesen geschätzten Wert ab, rutscht auch Deutschland in den wirtschaftlichen Abschwung.

OECD senkt Prognose

Auch die OECD – eine internationale Organisation von entwickelten kapitalistischen Ländern – hat ihre Prognosen nach unten korrigiert. Laut ihren Schätzungen soll die deutsche Wirtschaft 2019 nur noch um 0,7% zulegen. Das ist halb soviel wie im vergangenen Jahr. Damit senkte sie ihre eigenen Prognosen von November um rund die Hälfte. Damals hatte sie für Deutschland noch ein Wachstum von 1,6% im Jahr 2019 prognostiziert.

Ökonomen sehen Weltwirtschaftsklima auf tiefstem Wert seit sieben Jahren

Ernsthafter Gegenwind

Hintergrund des deutschen Abschwungs sind Entwicklungen auf Weltebene. So ist Deutschland durch seine Exportorientierung stark hiervon abhängig. Laut OECD-Chefökonom Laurence Boone hat die Weltwirtschaft „zunehmend ernsthaften Gegenwind“. „Eine stärkere Abschwächung in einer der wichtigsten Regionen könnte die weltweite Aktivität beeinträchtigen, insbesondere wenn sie auf die Finanzmärkte übergreift“, so Boone.

Damit wird in freundlichen Worten die Entwicklung einer Finanzkrise im Zusammenhang mit einer Wirtschaftskrise umschrieben. Führende kapitalistische Ökonomen warnen schon länger vor einem großen Crash.

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