Rechter Attentäter tötet mehr als 49 Menschen in zwei Moscheen in der der Innenstadt von Christchurch.

In der neuseeländischen Stadt Christchurch ist es am Freitag um 13.45 Uhr Ortszeit zu einem faschistischen Terroranschlag auf mehrere Moscheen gekommen. Während des Freitagsgebets stürmte ein Mann mit einem Sturmgewehr bewaffnet und einer kugelsicheren Weste und einem Helm in eine Moschee in der Innenstadt und schoss mehrfach in die zum Gebet versammelte Menge. Zu dem Zeitpunkt sollen sich etwa 300 Menschen in der Moschee aufgehalten haben (Link).

Laut Regierungsangaben soll es mindestens 49 Tote und unzählige Verletzte geben. Auch aus einer weiteren Moschee wurden Schüsse gemeldet. Der Täter flüchtete noch bevor die Sicherheitskräfte eintrafen. In den sozialen Netzwerken tauchte ein Video auf, dass die Tat im Livestream des Täters zeigen soll. Die Polizei ließ das Video ebenso wie den Facebook- und Instagram-Account des vermutlichen Täters, eines 28jährigen Australiers, sperren.

Nach der Tat ließ sie ebenfalls alle öffentlichen Gebäude in der 350.000 EinwohnerInnen-Stadt abriegeln. Man müsse weiter von einer Gefahr ausgehen, hieß es von den Sicherheitskräften. Nach der Tat seien drei Männer und eine Frau als Verdächtige festgenommen worden. An zwei Autos der Verdächtigen seien von der neuseeländischen Armee Sprengsätze entschärft worden (Link).

Es muss demnach davon ausgegangen werden, dass ein faschistisches Netzwerk für den Anschlag verantwortlich ist und weitere Taten geplant hatte. Der hauptverdächtige Schütze soll zudem kurz vor dem Anschlag ein faschistisches Manifest veröffentlicht haben, in dem er seine Tat angekündigte.

Von den 4,8 Millionen EinwohnerInnen Neuseelands sind nur etwa 50.000 Muslime. Die Polizei appellierte an alle Muslime in Christchurch, ihre Wohnungen bis auf weiteres nicht zu verlassen und Moscheen zu meiden.

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