In Berlin ist eine Gedenktafel für die vor 100 Jahren ermordete Kommunistin Rosa Luxemburg beschmiert worden. Die Schändung zeigt Parallelen zu Attacken auf das Grab von Karl Marx in London.

Am Dienstagvormittag entdeckten Spaziergänger am Berliner Landwehrkanal, dass eine Gedenktafel für Rosa Luxemburg geschändet wurde. So war über die Gedenktafel „Doctrian of Hate“ (dt.: Doktrin des Hasses) geschrieben und darunter in fehlerhaftem Englisch „Holocaust 1932 Ukrainien“. Nach Angaben von „Neues Deutschland“ waren weder Polizei noch Bezirksamt Mitte über den Angriff informiert.

Die Schmierereien weisen Parallelen zu ähnlichen Schändungen am Grab des Vordenkers des Kommunismus, Karl Marx, auf. Dort wurden auf dem Denkmal in roter Farbe die Schriftzüge „Architekt des Genozids, des Terrors und der Unterdrückung“, „Massenmörder“ und „Denkmal für den bolschewistischen Holocaust“ hinterlassen. Außerdem wurde die in das Grabmal eingelassene Marmor-Platte beschädigt.

Faschistische Angriffe auf Karl Marx‘ Grabstätte reißen nicht ab

Am 15. Januar 1919 wurden die KPD-Führer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht von einer rechten „Bürgerwehr“ in Berlin festgenommen. Anschließend wurden sie von Militärs schwer gefoltert. Rosa Luxemburg wurde schließlich mit einem Schläfenschuss erschossen und anschließend in den Landwehrkanal geworfen. Die Gedenktafel für Rosa Luxemburg ist ebenso wie ihr Namenszug an dieser Stelle zu ihrem Gedenken angebracht.

Tausende gedenken ermordeten Kommunisten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht