Die Beendigung der jährlichen Militärübungen im Frühjahr dient laut südkoreanischen Angaben den diplomatischen Bemühungen um eine vollständige Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel. Der Schritt sei eine Schlussfolgerung aus dem gescheiterten Gipfel von Hanoi.

Die USA und Südkorea haben sich auf ein Ende gemeinsamer militärischer Großübungen geeinigt. Die Feldmanöver „Foal Eagle“ und die Kommandoschulung „Key Resolve“ werden nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums eingestellt.

Die Beendigung sei bei einem Telefongespräch zwischen Pentagon-Chef Patrick Shanahan und dem südkoreanischen Verteidigungsminister Jeong Kyeong Doo besprochen worden. Zweck dieses Gesprächs seien Schlussfolgerungen aus dem jüngsten Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Hanoi gewesen. Der Gipfel war überraschend vorzeitig und ohne Ergebnisse abgebrochen worden.

Die gemeinsamen Militärmanöver der USA und Südkoreas, die bislang jährlich im Frühling abgehalten wurden, waren von Nordkorea in der Vergangenheit immer wieder scharf kritisiert worden. Bei „Foal Eagle“ handelt es sich um die größte dieser Militärübungen. Die Einstellung der Manöver solle dazu dienen, die diplomatischen Bemühungen zu einer vollständigen Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel voranzutreiben, so das südkoreanische Verteidigungsministerium.

Die enge Kooperation der Streitkräfte der USA und Südkoreas im Hinblick auf Sicherheitsrisiken werde aber ebenso beibehalten wie die militärische Handlungsbereitschaft, hieß es weiter.