Parallel zur Hauptversammlung des weltweit tätigen Pharmakonzerns Fresenius planen GewerkschafterInnen die Gründung eines internationalen Gewerkschaftsnetzwerks.

Mehr als 50 VertreterInnen von Beschäftigten und Gewerkschaften werden sich am 16. und 17. Mai in Frankfurt treffen, um das erste Netzwerk im weltweiten Verband eines multinationalen Unternehmens im Gesundheitswesen zu gründen.

Gemeinsame Ziele erkämpfen

Das Netzwerk soll vor allem dazu dienen, weltweit die grundlegenden Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter garantieren zu können. Laut der Gewerkschaft ver.di sind zur Zeit 21 Gewerkschaften aus Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Asien in dem Netzwerk vertreten. Das Bündnis sei auch aufgrund der starken Union-Busting-Methoden des Konzerns notwendig geworden.

Koordiniert wird das Netzwerk von den internationalen Gewerkschaftsverbänden Public Services International (PSI) und UNI Global Union, die weltweit die Beschäftigten aus dem öffentlichen und privaten Dienstleistungssektor vertreten. Die beiden Verbände sprechen zusammen für rund 50 Millionen ArbeiterInnen.

Der Pflegenotstand steht erst am Anfang

„Am 16. und 17. Mai werden nicht nur Fresenius-Aktionäre in Frankfurt zusammenkommen, sondern auch Beschäftigte und Gewerkschafter aus der ganzen Welt. Wir fordern von Fresenius einen verbesserten sozialen Dialog mit den Beschäftigten – inklusive einer globalen Rahmenvereinbarung über gewerkschaftliche Rechte“, sagt Alke Boessiger, stellvertretende Generalsekretärin von UNI Global Union. „Das Unternehmen muss dafür sorgen, dass sich Beschäftigte in Gewerkschaften organisieren können, ohne Repression fürchten zu müssen.“

Der Pharmariese Fresenius

Die Fresenius SE & Co.KGaA ist ein deutsches Medizintechnik- und Gesundheitsunternehmen mit Sitz im hessischen Bad Homburg. Seine Krankenhaussparte Fresenius Helios ist mit über 60.000 Beschäftigten die größte private Klinikkette Deutschlands. Weltweit sind insgesamt rund 280.000 Menschen in über 100 Ländern bei Fresenius beschäftigt.