Das israelische Militär hat mehrere Ziele in Syrien bombardiert. Dabei starben laut der syrischen Staatsnachrichtenagentur Sana 3 Soldaten – nach Angaben der syrischen „Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ sogar 10 Regierungsanhänger. Zuvor waren von syrischem Gebiet Raketen auf die von Israel besetzen Golanhöhen abgefeuert worden.

Die am frühen Sonntagmorgen erfolgten Angriffe galten nach israelischen Angaben Stellungen und Waffenlagern iranischer Kräfte sowie der libanesischen Hisbollah. Beide unterstützen im syrischen Bürgerkrieg die syrische Regierung.

Das israelische Militär bestätigte die Vorkommnisse und ließ verlautbaren, Ministerpräsident Netanjahu habe die Armee nach den Angriffen auf die Golanhöhen zu einem „energischen Vorgehen“ aufgefordert.

Zuvor hatten nach Angaben der israelischen Armee am Vorabend zwei Geschosse den Hermon-Berg auf den Golanhöhen getroffen. Danach seien zwei Artillerie- und eine Luftabwehr-Batterie beschossen worden. Bereits am Montag hatte die israelische Armee auf den Golanhöhen eine Stellung bei Kunaitra angegriffen.

Trump macht besetzte Golanhöhen zum Teil Israels

Kampf um Golanhöhen

Die Golanhöhen sind ein strategisch bedeutendes Gebiet im Süden Syriens. Von dort aus können weite Teile Westasiens („Naher Osten“) gut überblickt und militärisch attackiert werden.

Im Jahr 1967 besetzte Israel das hochgelegene Territorium und annektierte es 1981. Nach internationalem Recht gelten die Gebiete als von Israel besetztes Territorium Syriens. Dies wurde in mehreren Resolutionen der Vereinten Nationen festgestellt. Dennoch hat US-Präsident Donald Trump vor kurzem die Golanhöhen offiziell als Teil Israels anerkannt.

Für Syrien ist die Rückgabe der Golanhöhen die Bedingung für einen Friedensvertrag. Das Land befindet sich seit 1949 offiziell im Kriegszustand mit Israel. Umgekehrt scheint Israel nun – gestützt durch die Entscheidung Trumps – bei Angriffen auf die von ihm besetzten Golanhöhen offensiv mit tödlichen Gegenschlägen zu antworten.