Fast zeitgleich mit der Bekanntmachung weiterer Sanktionen gegen den Iran kündigt US-Außenminister ein neues Vorhaben an: Ein internationales Bündnis gegen den Iran, auch mit asiatischen und europäischen Staaten.

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran schreitet fort, nachdem US-Präsident Trump nach eigener Aussage einen geplanten Luftangriff in letzter Sekunde abbrach: Man habe festgestellt, dass die Tötung von 120 Menschen im Iran in keinem Verhältnis zum Abschuss der unbemannten US-Drohne durch iranische Revolutionsgarden stehe.

Nun kündigten die USA „durchschlagende“ Sanktionen an. Im Statement des Präsidenten stellt dieser einerseits die Notwendigkeit für Sanktionen vor – „Der Iran kann niemals Atomwaffen haben“ – und beschreibt andererseits die großartige Zukunft, die dem Land ebenso wie Nordkorea bevorstehe, wenn es kooperiere. Trump erklärte weiterhin, für Gespräche mit „jedem, der sprechen möchte“ bedingungslos bereit zu sein.

Sollte der Iran auf Atomwaffen verzichten, so stellen die USA wirtschaftliche Unterstützung in Aussicht, letztlich wie im Atomabkommen, aus dem die USA zuvor ausstiegen. Nun gilt zunächst aber die amerikanische Verfügung, die regelt, dass Ajatollah Ali Chamenei als geistliches und staatliches Oberhaupt des Irans nur noch erschwerten Zugang zu finanziellen Ressourcen haben soll.

Globales Bündnis gegen den Iran

US-Außenminister Pompeo sprach kurz vor seiner Abreise nach Saudi-Arabien von einem internationalen Bündnis gegen den Iran: „Wir werden mit ihnen darüber sprechen, wie wir sichergehen können, uns strategisch einig zu sein und wie wir eine globale Koalition aufbauen können, eine Koalition nicht nur mit den Golfstaaten, sondern auch in Asien und Europa, die die Herausforderung versteht und den größten Sponsor von Terror zurückdrängt.“

Erstes Ziel der Verhandlungen mit Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten sei, dem Iran die Ressourcen zu nehmen, weiterhin Atomwaffen zu entwickeln. „Wir werden ihnen die Ressourcen nehmen, die sie dazu brauchen und damit amerikanische Interessen in der ganzen Welt sichern.“

Bereits am vergangenen Donnerstag soll von dem Cyber Force des US-Militärs ein Schlag gegen die iranischen Revolutionsgarden ausgegangen sein. Nach eigenen Aussagen sollen dabei die Computernetzwerke ebenso wie die Steuerung von Raketen außer Kraft gesetzt worden sein.