Eine absolute Mehrheit von 53,3 Prozent glaubt, dass sich die Lage der deutschen Wirtschaft in den kommenden zwölf Monaten verschlechtern wird. Eine Mehrheit meint außerdem, dass ihre persönliche wirtschaftliche Lage im Vergleich zu vor fünf Jahren gleich geblieben oder sich sogar verschlechtert hat.

Das geht aus einer Umfrage hervor, die vom Meinungsforschungsinstitut Civay im Auftrag von Spiegel Online durchgeführt wurde.

Demnach geht über die Hälfte (53,3%) der Bundesbürger davon aus, dass sich die Lage der deutschen Wirtschaft in den kommenden zwölf Monaten verschlechtern wird. Weitere 38,7 Prozent rechnen mit keiner Veränderung. Nur 5,9 Prozent erwarten eine Verbesserung.

Nur Minderheit sieht Verbesserung der persönlichen Lage

In den letzten Jahren entwickelte sich die deutsche Wirtschaft nach oben, profitiert haben davon insbesondere Reiche und Superreiche. So wuchs das Vermögen von Deutschlands Milliardären allein im letzten Jahr um 5%.

Doch der wirtschaftliche Aufschwung kam nicht bei allen an. Laut der Umfrage gibt eine Mehrheit an, dass ihre wirtschaftliche Lage im Vergleich zu vor fünf Jahren gleichgeblieben (37,8%) oder sich sogar verschlechtert habe („eher schlechter“: 14.7%, „deutlich schlechter“: 7%). Umgekehrt meinten jedoch immerhin über ein Drittel, dass es ihnen „eher besser“ (23,3%) oder „deutlich besser“ (16,2%) gehe.

Die Unzufriedenheit mit der wachsenden Ungleichheit zeigt sich auch in Zahlen. So sahen 21,0 Prozent der Befragten den größten Handlungsbedarf bei der Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland. Der Umweltschutz – und dessen Vereinbarkeit mit Wirtschaftsinteressen – landet mit 16,3 Prozent auf Platz zwei der wichtigsten Themen.