Mit einer reißerischen Überschrift hat die BILD-Zeitung vor gut einer Woche über zwei Kitas berichtet, die Schweinefleisch vom Essensplan streichen wollten. Nun wurden einige der darauf folgenden Drohungen veröffentlicht.

Mitte Juli war bekannt geworden, dass zwei Leipziger Kitas den insgesamt rund 300 Kindern künftig kein Schweinefleisch mehr anbieten wollen. Daraufhin sind heftigste Drohungen bei den Kitas eingegangen. Der Oberbürgermeister von Leipzig hat einige der Drohungen nun öffentlich gemacht:

  • „An den Galgen mit dir oder standrechtlich erschießen“,
  • „Frau …, sie führen sofort wieder Schweinefleisch ein, bis 30.7., ansonsten wird die Kita abbrennen, wenn auch zum Nachteil der Kinder. Nein, das ist kein Scherz. Und wenn sie auch die Polizei einschalten, sie wird brennen. Und sie werde ich zusammenschlagen, bis dass sie im Krankenhaus liegen und berufsunfähig sind!!! Also los oder Feuer!“,
  • „Ich werde sie nicht nur krankenhausreif schlagen, ich werde sie töten, mit einem Messerstich ins Herz.“

Diese seien schriftlich bei den Kitas eingegangen oder teilweise sogar persönlich übergeben worden. Die rechtsgerichteten Drohungen haben derweil Wirkung gezeigt. So wolle der Träger den Schweinefleisch-Stopp Im kommenden Kindergartenjahr nochmals ausführlich diskutieren. Bisher hätten die Eltern den Plan jedoch mehrheitlich begrüßt.