Daniel Frahn, ehemaliger Spieler beim Chemnitzer FC, ist seit Montag arbeitssuchend. Grund hierfür sind Kontakte in die rechte Fanszene des Chemnitzer FC. Schon in der Vergangenheit ist Frahn durch ominöse Aktionen aufgefallen.

Viele erinnern sich noch an das Skandalspiel des Chemnitzer FC gegen den VSG Altglienicke. Während des Spiels gedachte die heimische Fanszene des verstorbenen Neonazis Thomas „Thommy“ Haller. Haller war Gründungsmitglied der „HooNaRa“ (Hooligans-Nazis-Rassisten) und wirkte seit 2007 mit einer eigens gegründeten Security-Firma im Stadion des CFC. Pikant ist, dass Frahn beim Torjubel während des Spiels ein T-Shirt mit der Aufschrift „Support your local Hools“ (unterstütze deine lokalen Hooligans) präsentierte. Er distanzierte sich später auf Facebook ausdrücklich von Sympathien für Neonazis.

Beim Auswärtsspiel am vergangenen Samstag gegen den Halleschen FC spielte Frahn verletzungsbedingt nicht mit. Die Heimmannschaft aus Halle gewann das Spiel. Um sich bei den Fans zu entschuldigen, gingen die Spieler zum Gästeblock. Am Zaun im Gästeblocks redete Daniel Frahn mit der Mannschaft. Neben ihm hockte zu diesem Zeitpunkt einer der Führungsköpfe, der – wegen neonazistischer Gesinnung verbotenen – Fangruppen „NS Boys“ und „Kaotic Chemnitz“. Die Konsequenz des Vereins: fristlose Kündigung.

Der CFC hatte nach den Vorfällen gegen Altglienicke einen hohen Aufklärungsbedarf, bei dem Frahn in den Fokus geriet. Vor kurzem stellte sich dann heraus, dass der Insolvenzverwalter sowohl von der Choreografieals auch dem verlesenen Trauertext wusste. Außerdem steckt der Traditionsverein in existenziellen finanziellen Schwierigkeiten. Die Unzufriedenheit im Club untereinander steigt seit dem Rauswurf Frahns weiter an.


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