Bei einem rassistischen Terroranschlag sind im amerikanischen El Paso 20 Menschen ermordet worden. Der mutmaßliche 21-jährige weiße Schütze soll zuvor ein Manifest gegen Migranten veröffentlicht haben. Die Stadt war bereits öfter Ziel von Attacken der Trump-Regierung gewesen.

Im texanischen El Paso ist es in einem Supermarkt der Kette „Walmart“ zu einem rassistischen Terroranschlag gekommen. Am Samstagmorgen eröffnete ein 21-jähriger weißer Schütze das Feuer und erschoss wahllos Menschen, die er als Lateinamerikaner ausmachte.

Er war dafür extra aus dem etwa 1.000 km entfernten Dallas nach El Paso gereist. Rund 80% der Menschen in der Grenzstadt zu Mexico haben einen lateinamerikanischen Migrationshintergrund.

Der Sheriff von El Paso erklärte, dass der weiße „Rassist“ gekommen sei „um Latinos zu töten“. Zuvor hatte der verdächtige Patrick Crusius angeblich ein gegen MigrantInnen gerichtetes  „Manifest“ veröffentlicht. Darin warnte er vor einer „Invasion der Hispano-Amerikaner in Texas“.

El Paso bildet mit der mexikanischen Schwesterstadt Ciudad Juárez eine Metropolen-Region mit rund 2 Millionen Einwohnern. Mehr als 23.000 Menschen verlassen täglich die mexikanische Partnerstadt, um in El Paso zur Arbeit zu gehen. Sie gilt als eine der sichersten Städte in den USA.

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„Rhetorik des Präsidenten“

Die westlichste Stadt Texas‘ war in den letzten Jahren bereits Gegenstand intensiver nationaler Diskussionen, da die Regierung von Donald Trump sie zum Ziel von Angriffen auf MigrantInnen und Flüchtlinge machte.

Trumps ehemaliger Generalstaatsanwalt sagte einmal, El Paso sei „Ground Zero“ und die „Frontlinie“ des Grenzkonflikts. Des weiteren hatte Trump in seiner Präsidentschaftskampagne mexikanische Einwanderer als „Vergewaltiger“ und Drogendealer bezeichnet hat. Auch sprach er von einer „Invasion“ durch Latino-MigrantInnen.

„Ein Großteil der Rhetorik, die dieser Präsident gemacht hat, findet sich in diesem Manifest wieder“, sagte der texanische Vertreter César Blanco gegenüber dem Guardian über das Pamphlet des Attentäters. „Wenn unsere nationalen Führer so sprechen, sendet es eine Botschaft an viele dieser weißen Rassisten, dass es in Ordnung ist, im Hass weiterzugehen“