Als „Privatiers“ bezeichnet man Menschen, die nicht arbeiten gehen müssen, sondern ihren Lebensunterhalt vorwiegend aus eigenem Vermögen bestreiten. Waren es im Jahre 2000 noch 373.000 Privatiers, sind es mittlerweile schon 627.000.

Das geht aus einer Sonderauswertung hervor, die das Statistische Bundesamt für das Handelsblatt vornahm. Demnach ist die Zahl der Privatiers seit 2000 um 68,5 Prozent angestiegen. Einen besonders starken Anstieg gab es seit 2010: waren es damals noch 415.000 Menschen sind es heute schon 627.000.

Als Privatier gilt, wer seinen Lebensunterhalt „überwiegend“ aus eigenem Vermögen bestreitet. Darunter fallen beispielsweise:

  • Vermieter von Wohnungen, die von den Mietzahlungen der Mieter leben.
  • Reiche Erben, die alleine vom Vermögen und deren Zinsen leben.
  • Verpächter großer Ländereien.
  • Aktienbesitzer, die ihr Geld durch Anteile am eigenen Unternehmen oder Spekulation verdienen.

Selbst für das unternehmernahe Handelsblatt ist diese Situation „Wasser auf die Mühlen“ nach der „Forderung nach einer Vermögensteuer“.