Die Solidaritätsbewegung der mehr als 100 „Fridays for Future“-Ortsgruppen erklärt sich solidarisch mit Rojava und verurteilt den von der Türkei begonnenen Krieg.

Seit Tagen mehren sich die Solidaritätsbekundungen mit der Demokratischen Föderation Nord- und Ostsyriens (auch Rojava genannt). Viele zivile und politische Organisationen verurteilen den türkischen Einmarsch und rufen zu Demonstrationen dagegen auf. Nun haben sich auch Fridays for Future (FFF) – Ortsgruppen in einem Schreiben solidarisch mit dem demokratischen Projekt in Syrien gezeigt.

Seit dem militärischen Einmarsch der Türkei in Rojava am 9. Oktober sind tausende Menschen auf die Straße gegangen, um sich gegen den Krieg in Syrien auszusprechen. Auch viele Solidaritätsschreiben sind veröffentlicht worden. So hat sich z.B. die Fridays for Future-OG Rhein-Sieg noch am selben Tag solidarisch erklärt mit dem demokratischen und ökologischen Projekt „Make Rojava Green Again“.

Einen Tag nach dem Beginn des Angriffs hatten zwei Aktivistinnen der Gruppe in Rojava/Qamislo noch eine Videobotschaft an FridaysForFuture auf der FaceBook-Seite von FridaysForFuture Rojava hochgeladen. In dieser betonen sie: „Wir wünschen uns, dass die Menschen auf der ganzen Welt gegen die Besatzung durch die Türkei aufstehen, demonstrieren und Widerstand leisten.”

Die türkische Armee ist in Rojava eingefallen und droht ökologische fortschrittliche Projekte wie Make Rojava Green…

Gepostet von Fridays for Future Rhein-Sieg am Donnerstag, 10. Oktober 2019

Mittlerweile haben auch über 100 weitere Gruppen von Fridays for Future in Deutschland, Italien sowie weiteren Ländern ein Schreiben veröffentlicht, worin sie den Angriff der Türkei verurteilen und auf die demokratischen Errungenschaften in Rojava aufmerksam machen. Zudem sprechen sie in diesem Schreiben ihre Solidarität mit der Fridays for Future-Bewegung vor Ort aus und loben die ökologisch fortschrittliche Wirtschaftsweise.

Den von der Türkei ausgelösten Krieg nennen sie eine „eine tiefe humanitäre als
auch eine ökologische Krise.“ Zudem fordern sie, Aktionen zu organisieren gegen europäische Regierungen und Unternehmen, die mit der Türkei wirtschaftlichen und politischen Handel treiben. Auch wollen sie den nächsten „Freitagsstreik“ am 18.10. unter das Motto „Rojava“ setzen.