In Polen gingen am Montag wieder zehntausende rechtsradikale Menschen auf die Straße. Seit mittlerweile zehn Jahren wird der „Marsch der Unabhängigkeit“ in Polen durchgeführt. Hauptaugenmerk liegt hierbei auf Warschau, doch auch in anderen Städten des Landes wird demonstriert.

Mit dem neuen Wahlbündnis „Konfederacja Wolność i Niepodległość“ (dt. Konföderation der Freiheit und Unabhängigkeit) aus ultrarechten Parteien ist Mitte Oktober im polnischen Parlament ein extrem rechtes Bündnis eingezogen. Aus der jungen Bevölkerung Polens wählte jede/r Fünfte die extrem rechten Parteien „Nationale Bewegung“ oder „KORWiN“ – eine Absage an die etablierten Parteien, die sich unzureichend um ihre Jugend kümmern.

Doch nicht nur im Parlament, sondern auch auf den Straßen tritt die extreme Rechte an. Mit Pyrotechnik und Parolen, wie „Gott, Ehre und Vaterland“ ziehen sie durch die Straße und glorifizieren die Unabhängigkeit Polens.

Mit dem Marsch wird an den 11. November 1918 erinnert, an dem Polen nach 123 Jahren der Besetzung durch Russland, Preußen und Österreich-Ungarn seine Unabhängigkeit wiedererlangte.

Neben der rechten Großdemonstration fanden außerdem eine ganze Reihe offizieller Gedenkveranstaltungen wie Militärparaden, Kranzniederlegungen und Konzerte statt.

In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Angriffen auf GegendemonstrantInnen und starken Repressionen seitens der Polizei.