In mehreren deutschen Städten fanden am Dienstag öffentliche Gelöbnisse der Bundeswehr statt. Vor dem Reichstagsgebäude in Berlin schworen 400 Rekruten ihren Eid auf die Bundeswehr.

Rund 200 Bundestagsabgeordnete, 20 BotschafterInnen und Gesandte verschiedener Staaten und rund 1.200 Angehörige der Rekruten fanden sich am Dienstag zur militärischen Zeremonie in Berlin ein.

Das gesamte Gelände wurde durch Feldjäger und Polizeieinheiten weiträumig abgesperrt und dadurch quasi in eine Hochsicherheitszone verwandelt. Ein wirklich öffentliches Gelöbnis war es dadurch nicht. Lediglich die zahlreichen Fernsehkameras verschafften dem Spektakel Öffentlichkeit. Eine Gegendemonstration von rund 100 Personen begleitete das Gelöbnis.

Auch in Stralsund auf dem Alten Markt, in Rotenburg/Wümme auf dem Pferdemarkt, in Mainz auf der Zitadelle, in Freyburg auf dem Schützenplatz sowie in Plön auf dem Schlosshof fanden zum Bundeswehr-Geburtstag Gelöbnisse statt.

Im Juli hatte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) allen Ministerpräsidenten der Bundesländer vorgeschlagen, am 12. November anlässlich des Bundeswehr-Geburtstags in allen Bundesländern öffentliche Gelöbnisse abzuhalten. Nur wenige Länder folgten diesem Aufruf.

Auch in München soll am 18. November ein öffentliches Gelöbnis im Hofgarten stattfinden. Das letzte Mal fand hier ein solches Gelöbnis vor mehr als zehn Jahren statt. Es wurde damals durch den Einsatz von 1.300 Polizisten abgesichert.

Nach Angaben des Bundeswehrverbands finden jährlich rund 150 Gelöbnisse in Deutschland statt. Die allermeisten von ihnen jedoch nicht öffentlich, sondern lediglich in der Anwesenheit von Angehörigen der Rekruten auf Bundeswehrgelände.

Die Rekruten verpflichten sich während dem Gelöbnis, „der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“.