Letzte Woche Mittwoch veröffentlichte der Fridays For Future-Ableger Workers For Future einen vierseitigen Text mit dem Titel „Was bleibt von der Welt am Ende des Monats?“.

Workers For Future ist ein Zusammenschluss von ArbeiterInnen aus den unterschiedlichsten Beschäftigungsbereichen, die sich dem Kampf von Fridays For Future um eine lebenswerte Zukunft angeschlossen haben.

In dem veröffentlichten Text gehen sie auf vier Seiten daher nicht nur auf die Sinnlosigkeit alleingedachter Konsumkritik ein, sondern verbinden ihre Systemkritik mit den täglichen Problemen und Kämpfen der ArbeiterInnen.

Sie greifen zudem die Benzinsteuer von Macron in Frankreich an, da sie vor allem den ArbeiterInnen in den strukturschwachen Regionen schadet und nicht den CO²-Ausstoß verringert, sondern nur deren Armut erhöht.

Arbeitslosigkeit in dieser Gesellschaft ist kein Spaß

Auch nehmen sie die ArbeiterInnen in Schutz, die trotz Klimawandels an ihrem Job festhalten wollen. Schließlich würden die ArbeiterInnen nicht für ihren Arbeitsplatz in der Kohlegrube auf die Straße gehen, weil sie es toll finden, CO² zu produzieren, sondern „weil ihre Existenz an diesem Job hängt und sie wissen, dass Arbeitslosigkeit in dieser Gesellschaft kein Spaß ist“.

Auch sprechen sie davon, dass es keinen „grünen Kapitalismus“ geben kann, da die Konzerne zur Profitmaximierung auf die Ausbeutung von Mensch und Natur angewiesen seien.

Keine Zusammenarbeit mit Konzernen

Zuletzt distanzieren sich die Workers For Future, wie schon einige Fridays for Future-Gruppen von „Entrepreneurs For Future“ (Dt. etwa „Unternehmer für Zukunft“). Die Gruppe Entrepreneuers for Future bestehe aus Konzernen und Unternehmen, die mit der Klima- und Umweltbewegung Geld machen wollten und dafür „Weltrettung zum Schnäppchenpreis“ anbieten würden. Diese Konzerne planen z.B., im kommenden Juni das Olympia Stadion in Berlin zu mieten, um dort Petitionen zur Unterschrift auszulegen und verkaufen dafür Karten im Wert von 29,95 Euro pro Person.

Die Workers for Future schreiben darüber: „Die grünlackierten Kapitalistinnen von ‚Entrepreneurs For Future‘ polieren mit ihrem Engagement fürs Klima ihr Markenimage auf, während Hartz-IV-Empfänger … draußen bleiben müssen“.

Anstatt auf diesen Missbrauch für deren eigene Zwecke hereinzufallen, rufen die Workers For Future wie weitere Fridays For Future-Gruppen dazu auf, die internationalen Kämpfe zu verbinden und sich mit den Protesten in Chile zu solidarisieren.