Nach dem letzten 24-stündigen Streik zu Silvester kündigt die „UFO“ erneute Streiks der FlugbegleiterInnen an. Noch immer befindet sich die Gewerkschaft im Tarifstreit mit der Lufthansa, bis zum 2. Februar darf aber kein Streik stattfinden.

Die „Unabhängige Flugbegleiter-Organisation“ und Lufthansa hatten sich bereits zum dritten Mal zum Krisengespräch getroffen. In einer Mediation sollten außertarifliche Streitpunkte geklärt werden. Stattdessen einigten sich die Streitparteien nicht einmal auf den Gesprächsrahmen. Nun gab die UFO bekannt, auch unbefristete Streiks rechtlich zu prüfen.

Nach dem letzten Streik an Silvester unterliegt die Gewerkschaft noch bis zum 2. Februar einer Friedenspflicht. Das bedeutet, dass es in diesem Zeitraum keinen Streik geben darf, diese Friedenspflichten sind streikrechtlich geregelt.

Wenn die FlugbegleiterInnen in der Vergangenheit gestreikt haben, hatte das starke Auswirkungen auf den Flugbetrieb. Im vergangenen Jahr streikten sie drei Mal, 2.000 Flüge fielen aus.

Mittlerweile stehen allerdings die alltäglichen Interessen des Bordpersonals nicht mehr im Vordergrund des Streiks. Die Lufthansa versucht, den Vertretungsanspruch der UFO anzufechten. Sie solle gar nicht wie eine Gewerkschaft handeln dürfen und dürfe demnach auch keine Streiks ausrufen.