Am vergangenen Samstag demonstrierten in Hannover etwa 400 Menschen gegen rechten Terror. Unter dem Motto „Gemeinsam in die Offensive – Rechtem Terror entgegentreten“ zogen sie durch die Innenstadt. Aufgerufen hatten mehrere antifaschistische und antirassistische Gruppen aus Hannover und Umgebung.

Die Demonstration thematisierte die Verharmlosung von rechtem Terror in Deutschland: Der Mord an Walter Lübcke, der Anschlag von Halle oder zuletzt der Schuss in die Büroscheibe des SPD-Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby würden immer als „Einzelfälle“ diskutiert. Zugleich würden konservative PolitikerInnen und einige Sicherheitsbehörden vor einem neuen Links-Terrorismus warnen.

Erfolgreicher antifaschistischer Protest gegen rechte „GEZ-Befreiungsparty“ in Köln

Die RednerInnen legten Wert darauf, dass nicht erst ein Mord gefährlich sei. Auch die Verschiebung der öffentlichen Diskussion nach rechts schaffe ein Klima für genau solche Angriffe. Die Gruppe „161 Einbeck“ berichtete, dass gerade AntifaschistInnen in ländlichen Regionen auch in ihrem Alltag mit der Bedrohung und Angriffen durch Nazis zu kämpfen hätten. Dagegen wollten die Protestierenden ein Zeichen setzten: dass sie sich nicht zurückdrängen lassen und gemeinsam für eine solidarische Gesellschaft kämpfen wollen.