In Hannover haben am gestrigen Karsamstag rund 30 AktivistInnen eine spontane Demonstration organisiert. Sie kritisierten die Flüchtlingspolitik der EU dafür, dass sie derzeit das Recht auf Asyl faktisch aussetze. Den 30 DemonstrantInnen, die mit Masken und Abstand Infektionen vorbeugten, begegnete ein Großaufgebot der Polizei.

Mit Transparenten, Schildern und Parolen haben rund 30 DemonstrantInnen ihre Forderungen auf die Straßen der Innenstadt von Hannover getragen. Sie forderten, die Grenzen zu öffnen, Lager zu evakuieren und  prangerten den Leerstand in der eigenen Stadt an.

Mit „Say it loud, say it clear – trotz Corona sind wir hier“ machten sie auf die umfassende Beschneidung der Versammlungsfreiheit aufmerksam. Sie hielten sich während der Demo an die erforderlichen Maßnahmen, um Infektionen vorzubeugen. Dazu liefen sie beispielsweise in luftigem Abstand zueinander, trugen Masken, spannten zu zweit die Transparente aus und verteilten sich über die gesamte Breite der Straße. Für kurze Zeit blockierten sie die Straßenbahn.

Den empfohlenen Abstand von zwei Metern unterschritten hingegen die eingreifenden PolizistInnen deutlich, als sie mehrere Personen am Straßenrand zu Boden brachten. Sie richteten sich mit Androhungen von Bußgeldern sowohl gegen die DemonstrantInnen wie auch PassantInnen.


Wir schreiben für Perspektive – ehrenamtlich und aus Überzeugung. Wir schalten keine Werbung und nehmen kein Geld von Staat oder Konzernen an. Hilf' uns dabei, unseren unabhängigen Journalismus zu erweitern: mit einer einmaligen Spende, einem regelmäßigen Beitrag bei Paypal, Steady oder am besten als Mitglied in unserem Förderverein.