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Montag, Juni 24, 2024
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    VW öffnet Werke trotz steigender Infektionszahlen

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    Nach fünf Wochen Stillstand hat VW am Montagmorgen die Produktion in den Werken Wolfsburg, Hannover und Emden wieder aufgenommen. Parallel dazu stieg die Reproduktionsrate des Coronavirus wieder auf 1,0 an. Damit werden in den kommenden Tagen auch weiter steigende Infektionszahlen zu erwarten sein.

    Laut Angaben von VW wird die Produktion in den verschiedenen Werken schrittweise wieder hochgefahren. Zunächst will VW in seinem Stammwerk Wolfsburg dazu nur eine von drei Schichten wieder einführen. In dieser Woche wird die Fertigungskapazität daher nur bei 10-15 Prozent liegen, in der kommenden Woche soll sie dann auf 40 Prozent steigen. Bisher seien rund 8.000 der 70.000 MitarbeiterInnen an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt.

    Im VW-Werk in Emden sollen schrittweise einzelne Abteilungen wieder arbeiten gehen. Bis zum Ende der Woche sollen 2.000 der 9.000 MitarbeiterInnen an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. In den kommenden Wochen sollen dann MitarbeiterInnenzahl und Produktion schrittweise weiter hochgefahren werden. Ab Donnerstag will VW wieder rund 250 Autos pro Tag produzieren. Den Normalbetrieb mit voller Auslastung plant VW in frühestens fünf Wochen.

    Zwei Masken pro Tag

    Um die Gesundheit der MitarbeiterInnen zu gewährleisten hat VW rund 100 neue Gesundheitsvorschriften erlassen. Die Produktionsbänder seien zur Einhaltung der Hygienevorschriften verlangsamt worden und Arbeitsschritte – wo möglich – räumlich getrennt worden. Wo dies nicht möglich ist, bekommen die VW-ArbeiterInnen nun zwei Masken pro Tag, die sie schützen sollen. Außerdem seien gemeinsame Pausen abgeschafft worden und alle MitarbeiterInnen verpflichtet, vor Arbeitsbeginn zu Hause Fieber zu messen.

    Staatliche Kaufanreize gefordert

    Gleichzeitig fordern die VW Manager nun weitere staatliche Unterstützung. So fordert VW-Chef Herbert Diess eine rasche Entscheidung über staatliche Kaufanreize für Autos. Im Mittwoch wollen die Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern über weitere Steuergeschenke an die Autoindustrie beraten.

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