„Die deutsche Warenausfuhr wurde im März zwischen zwei schweren Mühlsteinen aufgerieben“. So beschreibt der DekaBank-Experte Andreas Scheuerle die Situation der deutschen Wirtschaft im Monat März.

Weltwirtschaftskirse und Corona machen der deutschen Wirtschaft empfindlich zu schaffen. Im März brachen die deutschen Exporte um 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ein, im Vergleich zum Februar sogar um 11,8 Prozent. Damit lag das Ausfuhrvolumen nur noch bei rund 108,9 Milliarden Euro. Der stärkste Rückgang seit 30 Jahren.

Für den Monat April gehen Wirtschaftsexperten von einem noch dramatischeren Rückgang aus, offizielle Zahlen liegen für diesen Monat jedoch noch nicht vor. Deutschland trifft diese Situation besonders hart, da große Teile der deutschen Wirtschaft auf den Export ausgerichtet sind. Auch die Einfuhren sind im März deutlich zurück gegangen. Die Importe verringerten sich im März um 5,1 Prozent. Der stärkste Rückgang seit Januar 2009.

Verschiedene Wirtschaftsexperten wie Scheuerle gehen zwar davon aus, dass sich die Wirtschaft in China schnell wieder erholt und damit auch ein für Deutschland wichtiger Exportmarkt wieder anziehen werde. Für Europa sind sie da jedoch nicht so optimistisch.

Deutschland in tiefer Wirtschaftskrise

Für das gesamte Jahr 2020 rechnet die Bundesregierung mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 6,3 Prozent. Inwieweit diese Prognose zutreffen und ob der Rückgang nicht noch deutlich stärker sein wird, dürfte auch von der Entwicklung der Corona-Pandemie und den damit verbundenen staatlichen Maßnahmen abhängen.

Neben dem gigantischen Anstieg der Kurzarbeit erwartet die Bundesregierung in diesem Zuge auch einen Anstieg der offiziellen Arbeitslosigkeit auf 5,8 Prozent.


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