Die Wirtschaftskrise greift weiter um sich. Am Montagmorgen hat das Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo in München eine Umfrage veröffentlicht. Dabei ging es um Stellenstreichungen in den verschiedenen Branchen in Deutschland. Besonders Süddeutschland ist betroffen. Fast 20 Prozent der Betriebe haben demnach bereits Arbeitsplätze gestrichen, während in Branchen wie der Gastronomie mehr als die Hälfte der Unternehmen einen Stellenabbau plant.

Laut der Studie haben dort nämlich ganze 58 Prozent der Betriebe im April beschlossen, ArbeiterInnen zu entlassen oder befristete Arbeitsverträge auslaufen zu lassen. Fast genauso viele (57 Prozent) sind es bei Unternehmen, die Arbeitskräfte vermitteln.

Auch die Hälfte der Hotels gab in der Umfrage an, dies so beschlossen zu haben. 48% der Leder- und Schuh-HerstellerInnen kündigten Streichungen an. Sogar in 39 Prozent der Betriebe der deutschen Auto-Industrie sind solche geplant.

Weniger betroffen sind der Umfrage zufolge Rechtsanwalts- und Steuerberatungskanzlien, Grundstücks- und Wohnungsunternehmen, der Bau und die chemische Industrie. In all diesen Branchen haben höchstens 5 Prozent der Unternehmen angegeben, Stellen zu streichen. In der pharmazeutischen Industrie waren es null Prozent.

Regional ist dabei besonders Süddeutschland stark betroffen. So wollen 22 Prozent der Unternehmen in Baden-Württemberg ArbeiterInnen entlassen oder ihre Verträge nicht verlängern. In Bayern sind es 20 Prozent der Unternehmen. Weniger stark trifft es Rheinland-Pfalz und das Saarland mit jeweils elf Prozent.


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